In der Valencianischen Gemeinschaft wurde mit 29,6% der zweithöchste Anteil an Immobilienkäufen durch Ausländer verzeichnet, nur übertroffen von den Balearen (32,8%). Der nationale Durchschnitt in Spanien lag bei 14,5%, was 0,37 Prozentpunkte niedriger war als im vorangegangenen Quartal. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt der Anteil ausländischer Käufer hoch, wobei britische Staatsbürger weiterhin führend sind.
Preisentwicklung: Neue Rekorde
Der durchschnittliche Immobilienpreis erreichte im vierten Quartal 2024 2.164 Euro pro Quadratmeter, was 2,4% mehr ist als im vorangegangenen Quartal. Laut Daten des Notarkollegiums stellt diese Zahl ein neues historisches Maximum dar. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2007 sind die Preise um 12,5% gestiegen.
Eine Aufschlüsselung nach Immobilientyp zeigt, dass die Kosten für Bestandsimmobilien um 1,6% stiegen, während Neubauten um 3,7% zulegten. Der Preisindex für Bestandsimmobilien zeigte ebenfalls ein Wachstum von 1,7% für das Quartal und setzte damit seinen positiven Trend im fünften aufeinanderfolgenden Quartal fort.
Regionale Preisverteilung
Die teuersten Regionen waren:
- Madrid — 3.780 Euro/m²
- Balearen — 3.771 Euro/m²
- Baskenland — 3.157 Euro/m²
- Katalonien — 2.615 Euro/m²
- Kanarische Inseln — 2.327 Euro/m²
Unter den Städten wurden die höchsten Preise verzeichnet in:
- San Sebastián — 5.708 Euro/m²
- Madrid — 4.517 Euro/m²
- Barcelona — 4.483 Euro/m²
- Palma — 3.631 Euro/m²
- Bilbao — 3.068 Euro/m²
9,2% Anstieg der Transaktionen im Jahresvergleich
In den vergangenen 12 Monaten wurden in Spanien 636.909 Immobilientransaktionen registriert, 9,2% mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 505.145 auf Bestandsimmobilien (+6,4%) und 131.764 auf Neubauten (+21,6%).
Im vierten Quartal 2024 stieg die Zahl der Transaktionen um 33% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 und um 3,6% im Vergleich zum vorangegangenen Quartal auf 172.551 Transaktionen—der höchste Stand seit dem dritten Quartal 2007.
In diesem Zeitraum stiegen die Verkäufe von Neubauten um 61,2%, während die Verkäufe von Bestandsimmobilien um 26,5% zunahmen.
Ausländische Käufer: Briten bleiben an der Spitze
Der Anteil der Ausländer unter den Immobilienkäufern in Spanien lag im vierten Quartal 2024 bei 14,5%, trotz eines Rückgangs um 0,37 Prozentpunkte nach wie vor eine hohe Zahl.
Am aktivsten waren:
- Briten — 8,57%
- Deutsche — 6,67%
- Niederländer — 5,91%
- Marokkaner — 5,3%
- Franzosen — 5,28%
- Rumänen — 5,17%
- Italiener — 4,76%
Der höchste Anteil ausländischer Käufer wurde verzeichnet in:
- Balearen — 32,8%
- Valencianische Gemeinschaft — 29,6%
- Kanarische Inseln — 24,5%
- Murcia — 22,8%
- Katalonien — 16,5%
- Andalusien — 14%
13,4% Anstieg bei Hypotheken
Im vergangenen Jahr wurden in Spanien 435.328 Immobilienhypotheken registriert, 13,4% mehr als im Vorjahr. Dies ist die höchste Zahl in den letzten sechs Quartalen.
Im vierten Quartal 2024 wurden 123.897 Hypotheken registriert, ein Rekord seit dem ersten Quartal 2011, und 13,4% mehr als im vorangegangenen Quartal.
Der Anteil hypothekenfinanzierter Transaktionen an allen Kauf- und Verkaufsvorgängen erreichte 71,8%, ein Anstieg von 6,2 Prozentpunkten für das Quartal.
Schlussfolgerungen
Der spanische Immobilienmarkt zeigt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ein stetiges Wachstum. Die Preise haben historische Höchststände erreicht, insbesondere in Großstädten und beliebten Touristenregionen. Die Zahl der Transaktionen steigt, wobei die größten Zuwächse im Neubausegment zu verzeichnen sind. Der Anteil ausländischer Käufer bleibt hoch, wobei britische, deutsche und niederländische Staatsangehörige führend sind. Der Anstieg der Hypothekenzahlen spiegelt das wachsende Interesse an der Finanzierung von Immobilienkäufen wider, mit einem deutlichen Anstieg des Anteils fremdfinanzierter Transaktionen.



